Haarausfall hat viele Gründe!

Die Gründe wieso Menschen an Haarausfall leiden sind sehr vielfältig.

Volles und gesundes Haar sind ein Zeichen von Attraktivität. Doch häufig schwindet die Haarpracht im Alter oder aus anderen Gründen. Die genaue und frühzeitige Abklärung der Ursache für den Haarausfall ist sehr wichtig. Wer tolle Haare und auch im hohen Alter noch eine volle Haarpracht haben möchte, der sollte möglichst frühzeitig handeln. Denn Hautärzte wissen: „Wenn eine Haarwurzel erstmal verschwunden ist, dann kommt sie nicht mehr wieder“.

Am Tag fallen normalerweise bis zu 100 Haare aus. Diese Menge ist ganz normal und völlig bedenkenlos. Die Haare sind in einem stetigen Zyklus wischen Wachsen und Ausfallen. Allerdings ist es ratsam den Gang zum Spezialisten anzutreten, wenn an bestimmten Stellen des Kopfes nicht mehr ausreichend Haare nachwachsen, sich die Haare an bestimmten Stellen lichtet oder der Scheitel immer breiter wird. Erst nach einer genauen Untersuchung und einer Definition der Gründe für den Haarausfall ist eine passende Behandlung möglich. Für eine Abklärung möglicher Ursachen für den Haarausfall werden häufig Blutuntersuchungen, mikroskopische Analysen der Kopfhaut oder einfache Blickdiagnosen genutzt. Viele der danach gestarteten Selbstmedikationen bzw. Selbstbehandlungen kosten durchaus Geld, sind aber auch über Jahre hinweg ineffizient. Deshalb ist es wirklich wichtig, die Anamnese von einem Experten durchführen zu lassen.

Doch auch die von Ärzten häufig verschriebenen Medikamente können teilweise extreme Nebenwirkungen haben. Unter anderem kann der Wirkstoff Finasterid, welche häufig erwachsenen Männern verschrieben wird, zu Impotenz führen. In einigen Studien wird belegt, dass auch noch nach Jahren die erektile Dysfunktion bei Patienten die mit Finasterid behandelt wurden anhält.

Der häufigste Grund für eine lichtere Haarpracht ist die sogenannte androgenetische Alopezie. Hierbei wird der Haarausfall vererbt. Bei den meisten Männern wird das Haar an der Stirn und am Oberkopf dünner. Dagegen werden bei Frauen meistens die Haare am Oberkopf sehr dünn. Ein genaues Alter gibt es für erblich bedingten Haarausfall nicht. Er kann schon im frühen Erwachsenenalter beginnen oder sich auch erst in späterem alter herauskristallisieren. Vergleichsweise häufig sind aber auch eine Schilddrüsenunterfunktion für den Haarausfall verantwortlich. Auch ein hormonelles Ungleichgewicht wie z.B. bei der Hyperandrogenämie, einer Erhöhung des männlichen Geschlechtshormones lässt die Haare ausfallen. Sowohl die erbliche als auch die hormonelle Art von Haarausfall lässt sich verhältnismäßig gut in den Griff bekommen.

Sehr selten aber dafür umso dramatischer ist der vernarbte Haarausfall.

Beim Vernarbten Haarausfall handelt es sich um einen haarmedizinischen Notfall, da keine Haare mehr an den Stellen wachsen wo Narben entstehen – hier stirbt die Haarwurzel ab. Einen genauen Grund für diese Art von Haarausfall gibt es nicht und so können die Gründe in unterschiedlichen Erkrankungen liegen. In der Regel werden die Haarwurzeln durch eine autoimmunologische Entzündung zerstört. Wichtig hierbei – die zugrundeliegende Entzündung muss behandelt werden um den Haarausfall zu stoppen.

Alopecia Areata ist eine Autoimmun-Krankheit

Alopecia Areata, auch bekannt als Kreisrunder Haarausfall stellt die lokalisierte Form des Haarausfalles dar. Beginnend mit kreisrunden Stellen kann der Haarverlust bis zu Alopecia Universalis, dem Verlust des kompletten Körper- und Kopfhaares führen. Einige Experten sind der Meinung, dass diese Autoimmunkrankeit durch Stress oder chronische Belastungen ausgelöst werden. Hierbei befinden sich die Haarwurzeln in einer verlängerten Ruhephase. Hierbei überlebt die Haarwurzel und es kann auch wieder zum Nachwachsen der Haare kommen. Dieses Prozess kann allerdings einige Jahre andauern. Die Gründe sind meistens psychosomatischer Natur und können sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen auftreten. Eine lokale Behandlung oder eine Tabletteneinnahme ist nicht unbedingt hilfreich, da der Auslöser meistens Stress durch chronische Belastungen, Überanstrengung, vorangegangene Erkrankungen oder Operationen sein können. Bei der Bewältigung dieser Probleme wird häufig eine Psychotherapie zu Hilfe genommen.