Im Winter kommt es zu vermehrtem Haarverlust! Wieso eigentlich?

Haarausfall hat sehr unterschiedliche Gründe. Vor allem Frauen verlieren innerhalb ihres Lebens unterschiedlich viel Haare. Haarausfall wirkt sich in einigen  Lebenslagen unter Umständen stark auf die Psyche aus. Unterschiedliche psychologische Begründungen stehen im Raum, warum Haarausfall für viele Frauen eine Katastrophe darstellt. Das Haar spiegelt so stark wie kaum ein anderes äußeres Merkmal die Weiblichkeit wieder. Haare sind ein großes Stück Persönlichkeit und Individualität. Niemand wünscht sich, dass diese ausfallen.
Da es unzählige Ursachen für Haarausfall gibt, stellt die Haarerhaltung bzw. die Haarverbesserung eine komplexe Aufgabe dar. Allerdings muss ein kurzzeitig vermehrter Haarverlust nicht direkt ein Grund zur Sorge sein. Vor allem im Winter muss mann wahrscheinlich nichts befürchten wenn man vermehrten Haarausfall feststellt, da sich die Haare im Winter in der sogenannten „Shedding“-Phase befinden.
„Haare haben unterschiedliche Wachstumsphasen“, sagt Sebastian von Lovenberg, Leiter Vertrieb und Marketing bei Aderans Germany. „Die Wachstumsphase dauert 3-6 Monate und nennt sich anagene Phase. Daran schließt sich die sogenannte Katagenphase an, die nur ein paar Wochen dauert. Das Haarwachstum schließt mit der telogenphase an, welche ungefähr drei Monate dauert.“
Ähnlich wie die Bäume im Herbst ihre Blätter verlieren, so verlieren wir Menschen in dieser Zeit auch unser „altes“ Haar. In dieser Zeit wachsen allerdings nur wenige neue Haare nach. Dadurch, dass weniger neues Haar nach wächst als das Alte abgestoßen wird, stellt man den Haarausfall vermehrt fest.
Da sich von Jahr zu Jahr die Jahreszeiten immer mal wieder verschieben, scheint es in einigen Jahren so, als würden die Haare länger telogenen Phase verweilen. Das Ganze kann evolutionsbedingt erklärt werden, da unsere Kopfhaut im Winter weniger vor Sonnenstrahlen geschützt werden muss als im Sommer.
Normalerweise verliert der Mensch rund 100 Haare am Tag. Alles was sich in diesem Rahmen befindet ist völlig normal und sollte nicht als Haarproblem angesehen werden. Erst wenn der Haarverlust ungefähr bei 150 Haaren pro Tag liegt sollte man einen Experten um Rat fragen. Ebenfalls sollte man reagieren, wenn die Haare nicht in Strähnen sondern in ganzen Knäulen ausfallen. Sollten kahle Stellen an der Kopfhaut entdeckt werden, sollte man einen Dermatologen aufsuchen. Hierbei kann es sich um Kreisrunden Haarausfall (Alopecia Areata) handel.
Wenn man über mehrer Saisons Haarausfall bemerkt, kann eine Verbesserung der Kopfhaut-Gesundheit der Schlüssel zum Erfolg sein. Gesundes Haar kann nur aus einer gesunden Kopfhaut entstehen. In ihr wächst das Haar und wird während seiner Lebenszeit mit den notwendigen Nährstoffen versorgt. Für eine gesunde Kopfhaut reicht es nicht nur Shampoo zu nutzen. Shampoo reinigt zwar Haare und die Kopfhaut, allerdings wird dieses relativ schnell ausgewaschen. Eine spezielle Kopfhautmaske kann längere Zeit einwirken und somit deutlich besser auf die Kopfhaut wirken. Alle chemischen Behandlung wie z.B. das Haarefärben wirken sich ebenfalls negativ auf die Haar- und Kopfhautgesundheit aus.
Abschließend lässt sich sagen, dass ein erhöhter Haarausfall zu dieser Jahreszeit relativ normal ist. Also nicht direkt in Panik verfallen wenn mal mehr Haare in der Bürste hängen bleiben. Dabei sollte man trotzdem speziell im Winter auf die Pflege seiner Haare und seiner Kopfhaut wert legen. Sollte der Haarausfall das übliche Maß jedoch übersteigen oder sogar kahle Stellen an der Kopfhaut sichtbar werden, sollte zur Sicherheit ein Dermatologe aufgesucht werden.