Haarausfall durch antihormon Therapie gegen Brustkrebs

Nicht nur durch die bekannte Chemotherapie welche häufig bei Brustkrebs eingesetzt wird können die Haare ausfallen. Auch bei der Antihormontherapie gegen Brustkrebs können Haare ausfallen. Wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Dermatology beschreiben, handelt es sich dabei offensichtlich um den androgenetischen Haarausfall.

Die Daten von 112 Brustkrebspatientinnen wurden innerhalb dieser Studie ausgewertet, welche sich einer antihormonellen Therapie unterzogen haben. Bei einigen von Ihnen kam es zum befürchteten Haarausfall. Die Patientinnen waren alle zwischen 34 und 90 Jahre alt. Bei 104 Patientinnen war der Haarausfall durch Fotos dokumentiert worden. Bei rund der Hälfte wurden die Ergebnisse mittels einer Trichoskopie, also einer Haaranalyse, noch genauer dokumentiert.

Die meisten Patientinnen (92%) hatten jedoch nur einen leichten Haarausfall. Typischerweise tritt diese Art des Haarausfalls bei Männern auf, d.h. es kam zu Haarverlust vor allem im Bereich der Stirn und Geheimratsecken. Die Frauen wiesen einen hohen Anteil an Vellushaaren, also kurzen, dünnen und in der Regel unpigmentierten Haaren („Wolle“) auf. Die übrigen Haarschäfte waren eher dick oder mitteldick.

Obwohl der Haarverlust eher leicht war und vom Schweregrad gering, berichteten die Patientinnen von einer messbaren Minderung der Lebensqualität.

Eine häufig indizierte antihormon Therapie bei Brustkrebs kann also zu Haarausfall als Folge führen. Der Haarausfall ähnelt dem des männlichen Typ. Dies ist damit zu erklären, dass es bei einer antihormonellen Therapie zu einem Anstieg von Dihydrotestosteron, einem Abbauprodukt von Testosteron, kommt. Haarfollikel reagieren sehr empfindlich auf dieses Abbauprodukt, wodurch es in der Folge zu einem erhöhten Haarausfall kommt.

Bei einer solchen Therapie erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt ein Rezept für eine Perücke oder einen Haarersatz. Zusammen mit unseren Zweithaarexperten finden Sie die perfekte Lösung zum kaschieren der dünner werdenden oder kahlen Stellen. Als Vertragspartner der Krankenkassen übernehmen wir für Sie den Kostenvoranschlag und die Abrechnung mit Ihrer Krankenkasse.

Quelle:

Freites-Martinez A et al. Endocrine Therapy–Induced Alopecia in Patients With Breast Cancer. JAMA Dermatology, Onlinevorabveröffentlichung am 11. April 2018, doi:10.1001/jamadermatol.2018.0454